next practice. Erfolgreiches Management von Instabilität

Das Buch next practice. Erfolgreiches Management von Instabilität von Peter Kruse gehört für mich zu einer der Bibeln des Change Management. Peter Kruse bringt in einer eindrucksvollen Weise auf den Punkt, wie sich Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dass das Buch bereits 2004 erschien und Kruses Aussagen heute durch Social Media und Vernetzung der Gesellschaft deutlich belegt sind, zeigt wie visionär die Ideen Peter Kruses vor mehr als acht Jahren waren.

Die Herausforderungen der Zukunft heißen für Unternehmen Bewältigung von Prozessmusterwechseln und die Nutzung der Intelligenz der Gruppe. Dazu ist ein kultureller Wandel in Unternehmen wichtig. Dabei stellt er das Management von Instabilität während der Phasenübergänge in den Vordergrund.

Prozessmusterwechsel

Prozessmusterwechsel sind notwendig, um die nächste Stufe einer Entwicklung zu erreichen. Dazu ist es wichtig, den Weg der Optimierung zu verlassen und sich vollständig neuen Mustern zu widmen. Zur Erklärung des Musterwechsels zieht er beispielsweise den Leistungssport heran. So begann man Ende der 1960er im Hochsprung den bis dahin etablierten Straddle durch den Fosbury Flop abzulösen, der durch den Prozessmusterwechsel einer neuen Technik von Richard Douglas Fosbury enstand und bis heute seinen Namen trägt. Das Ende der Optimierung war erreicht, denn bis dahin lag das Feld der Wettbewerber so nahe beieinander, dass Millimeter über Sie oder Niederlage entschieden. Erst der Flop ermöglichte eine völlig neue Konkurrenz, die zunächst vom Erfinder dominiert wurde.

Prozessmusterwechsel brauchen eine Vision und die Bereitschaft, sich auf Leistungseinbrüche und Verunsicherung einzulassen.

Ein Prozessmusterwechsel heißt aber auch immer, eine Situation der Instabilität einzugehen, um der Veränderung eine Chance zu geben.

Inkrementeller Fortschritt und die Nutzung von Rückkopplungseffekten.

Peter Kruse setzt auch in seiner Rolle als Berater auf die Teamintelligenz. Er nutzt die über eine hohe Vernetzung zwangsläufig entstehenden Rückkopplungseffekte. Denn durch das permanente einspeisen neuer Informationen aus einem System in dieses System entstehen hochdynamische Veränderungen.

Führung

Um Veränderungen in Unternehmen zu erreichen muss ein kultureller Wandel auch in der Führung stattfinden. Dazu ist es wichtig eine Vision zu haben.

Der beste Beginn eines Veränderungsprozesses ist eine Zukunftsvorstellung, die neugierig macht und fasziniert.

Er spricht sich deutlich gegen interne Konkurrenz aus und plädiert für eine erhöhte Vernetzung in Unternehmen, um die Kultur des Wandels zu fördern. Er zieht dazu den Vergleich des Intranets und Internets heran. Über ein Intranet lässt sich die Vernetzung der Mitarbeiter erhöhen und es gibt Rückkopplungseffekte, die sich für Veränderungsprozesse nutzen lassen.

Erfolgreiche Unternehmensentwicklung führt konsequent von der Individual- über die Teamintelligenz zur Gestaltung von selbstorganisierenden Netzwerken.

Empfehlung

Für alle Peter Kruse Fans ein absolutes Muss. Wer Peter Kruse Interviews und Vorträge von Youtube kennt, bekommt hier noch einmal ein komprimiertes Werk, das auch seine Geistesaltung deutlich widergibt. Nicht jedermanns Sache wird der zweite Teil des Buchs sein, der zunächst einmal wie eine Eigenwerbung für das Beratungsunternehmen nextpractice herüber kommt. Allerdings fand ich interessant, einmal zu erfahren, wie nextpractice in der Beratung Unternehmen in Changeprojekten mit seinen Lösungen unterstützt. Etwas mehr über den Tellerrand kann aus meiner Sicht nicht schaden

Peter Kruse bei Youtube

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